Konhäuser & Parzinger
Foto: Gemeinsamer Einsatz für die Kommunen in unserem Landkreis – zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser.

Ländlicher Raum

Ein Dorf lebt davon, dass es dort die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs gibt. Deswegen müssen wir dafür sorgen, dass es in allen Dörfern eine Einkaufsmöglichkeit mit allen Waren, eine Möglichkeit für Bankgeschäfte und eine Poststelle gibt. Ebenso benötigt ein aktives Dorfleben Treffpunkte, an denen die Menschen sich im Alltag treffen können. Solche Räume, also zum Beispiel Wirtschaften oder Versammlungsräume, müssen erhalten, unterstützt oder auch neu geschaffen werden. Die Vereine, die in den ländlichen Gemeinden das Rückgrat des Dorflebens sind, müssen wir dringend stärken. Ihre Aktivitäten dürfen nicht durch immer höhere Auflagen behindert werden.

Gerade im ländlichen Raum müssen wir außerdem dafür sorgen, dass eine ausreichende Mobilität vorhanden ist. Dies muss auch für Wochenende und Feiertage gelten. Langfristig möchte ich mich für einen kostenlosen ÖPNV einsetzen. Beginnen sollten wir in den nächsten Jahren mit einem Bildungsticket für Schüler*innen, Azubis und Studierende, sowie mit einem Sozialticket für Geringverdiener*innen und einem Ticket für Seniorinnen und Senioren. Die Mobilität junger Menschen sollten wir aber auch durch einen kostenlosen Führerschein stärken.

Bayerische Straßen, Schienen und Brücken sind teilweise in einem unerträglich schlechtem Zustand. Wir müssen den Investitionsstau hier dringend beenden.

Bei all diesen Aufgaben dürfen wir die Kommunen nicht im Stich lassen und für eine ordentliche Finanzierung durch den Freistaat sorgen, damit die Kommunen vor Ort die richtigen Entscheidungen treffen können.

Meine Erfahrung

Als Bergener bin ich selbst in einer ländlichen Gemeinde aufgewachsen und war dort seit meiner Jugend als Fußballer, Trachtler und Musikant in den verschiedenen Vereinen aktiv. Daher weiß ich genau, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist und wie wichtig es auch ist, dass es öffentliche Treffpunkte gibt wo die Leute ihre Besorgungen erledigen können und miteinander in Kontakt kommen.
Als Auszubildender, der das erste Ausbildungsjahr in einer noch deutlich kleineren Gemeinde verbracht hat, habe ich genau gesehen was es für einen Ort heißt, wenn Metzger, Dorfwirt und Einkaufsladen nacheinander schließen. Zum Glück hat sich auch dort die Situation durch massives Engagement von Gemeinde und Privatpersonen wieder verbessert, aber es zeigt mir, wie wichtig es ist, dass wir uns gerade für die Versorgung im ländlichen Raum einsetzen.

Meine Forderungen im Bereich Förderung des ländlichen Raumes:

  • Einen Dorfladen für jedes Dorf, in dem es keine privatwirtschaftliche Einkaufmöglichkeit mehr gibt
  • Unterstützung von Vereinshäusern, Dorfhäusern und ähnlichen Modellen
  • Keine weiteren Auflagen für Vereine, insbesondere für kleine Feste
  • Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mit dem Ziel, dass zwischen 6 und 20 Uhr pro Stunde mindestens ein Bus oder Zug in jedes Dorf fährt und die Förderung individueller Lösungen wie zum Beispiel Rufbusse
  • Einen kostenloses Bildungsticket für Azubis, Schüler*innen und Studierende, sowie ein kostenloses Sozial- und Senior*innenticket
  • Behebung des Investitionsstaus bayerischer Straßen, Brücken und Schienen
  • Ausreichende Finanzierung der Kommunen, damit sie ihren Aufgaben gerecht werden können